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Grundwasserleiterverschließen sich im Normalfall unseren direkten Einblicken. Um zu erfahren, was nicht zu sehen ist, setzen wir Bohrlochgeophysikalische Methoden ein. [ mehr... ]





Voruntersuchung


Der erste hydrgeologische Planungsschritt besteht im Wesentlichen aus der Sammlung, Analyse und Dokumentation vorhandener Daten. Er mündet in der Aufstellung eines allgemeinen Untersuchungskonzeptes. Wenn über den Untergrund wenig bekannt ist und/oder relative kleinräumige lithologische Änderungen zu erwarten sind (z.B. in glazial beeinflussten Regionen) empfiehlt es sich, den großräumige geophysikalische Oberflächenuntersuchungen (z.B. Seismik) durchzuführen und die ermittelten Daten bereits in die erste Modellvorstellung einzubeziehen. Auch die Auswertung von Lufftbilddaten (z.B. eine geotektonische Analyse) kann sehr hilfreich sein.




Um diese einfach daherkommende Skizze, die für die spätere Schutzgebietsausweisung und für die Brunnenbewirtschaftung relevant ist, erstellen zu können, benötigt man eine Vielzahl von Daten.

Wird der Zielaquifer bereits bewirtschaftet, liefern die im Betrieb befindlichen Brunnen und ihre Meßstellen wichtige Planungsgrundlagen. Wir weisen darauf hin, dass wir in diesem Zusammenhang die hydrogeologische Planung vollkommen isoliert sehen von der wasserwirtschaftlichen Ingenieurplanung. Dieser Planungssektor mit den Bereichen Fördertechnik, Elektrotechnik, Hochbauplanung, Tiefbauplanung, Netzplanung setzt aber zweckmäßigerweise erst dann ein, wenn aus geolgisch-hydrogeologischer Sicht und unter Berücksichtigung der lokalen Randbedingungen Standortsicherheit besteht.

 

Aus Erfahrung wissen wir aber, dass die Erfassung der grundlegenden Informationen häufig vernachlässigt wird. Aus einem strukturierten, phasenweisen Vorgehen ergeben sich später Vorteile in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht.

 

Die erhobenen Daten münden am Ende des ersten Schrittes in ein konzeptionelles Aquifermodell, zu dem erste Karten und Profile gezeichnet werden. Naturgemäß hängt die Genauigkeit des Aquifermodells von der Menge und der Qualität der bereits vorhandenen Daten ab.

 

Auf der Basis der Modellvorstellungen wird nun ein Untersuchungs- und Bohrkonzept aufgestellt, das nach Möglichkeit und im wirtschaftlich machbarem Maße hilft, die Erkenntnislücken zu schließen.

 

Im zweiten Schrittes werden sowohl die Eigenschaften des Untergrundes (geologisch/lithologische Eigenschaften), des Aquifers als auch des Wasser selbst (hydrogeologische/hydrochemische Eigenschaften) berücksichtigt. Letztere sind gerade in einem städtischen Ballungsraum von großer Bedeutung, da aufgrund der möglichen negativen anthropogenen Einflüsse auf die Grundwasserqualität eine lückenlose Kontrolle zur Früherkennung und Eindämmung von Schadensfällen notwendig ist.