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Ein Johnson-Filter, auch Wickeldrahtfilter oder continous slot screen genannt. Diese Filterrohre lassen sich optimal auf die Eigenschaften des Grundwassereservoirs einstellen. Sie sind teuerer als geschlitzte Filter aber haltbar und sehr gut regenerierungsfähig. [ mehr ...]





Durchmesser und Ringraum



Die Bohrtiefe bestimmt sich in der Regel aus der Mächtigkeit des Aquifers, der erschlossen werden soll. Grundsätzlich sollte der gesamte Aquifer durchteuft werden, damit der Brunnen abschließend als vollkommener Brunnen ausgebaut werden kann.

 

 

Der vollkommene Brunnen bietet strömungstechnische Vorteile: bei einem vollkommenen Brunnen ein paralleler Anstrom, während bei einem unvollkommenen Brunnen die Stromlinien im unteren Bereich des Filters abbiegen. Dadurch entstehen im unteren Teil höherer Strömungsgeschwindigkeiten, die zu Turbulenzen an den Filterschlitzen mit den bekannten Folgen führen können. Ein vollkommener Ausbau garantiert die maximale Fördermenge bei ausgeglichenen Strömungsgeschwindigkeiten.

 

Entscheidend für Leistung und Lebensdauer ist der Brunnendurchmesser. Wird der Brunnenduchmesser zu gering gewählt, muss dies als technischer Fehler bezeichnet werden. Zumeist wird dann der Ringraum, der ja ein wesentlicher Bestandteil des Brunnens ist zu gering dimensioniert. Ein zu großer Brunnendurchmesser ist (nur) ein wirtschaftlicher Fehler. Ab einer kritischen Größe werden keine Verbesserungen der Leistung mehr erzielt und auch die Lebensdauer des Brunnens wird nicht mehr positiv beeinflusst. Als Faustformel zur praktischen Ermittlung des Brunnendurchmessers hat sich die Formel von Truelsen bewährt.

 

Neben den hydraulischen Mindestanforderungen bestimmen natürlich noch andere, technische Anforderungen die Dimensionierung. Wird aus technischen Überlegungen ein Förderrohr mit einem mehr als hydraulisch notwendigen Durchmesser gewählt (etwa weil man eine bestimmte, große Pumpe einbauen will), muss der Durchmesser der Bohrung immer noch einen ausreichende dimensionierbaren Ringraum zulassen. Auch bei differenzierten Kiesschüttungen ist mehr Platz für den Ringraum einzuräumen. Schließlich muss beachtet werden, dass bei tieferen Bohrungen mitunter auch unplanmäßig teleskopiert werden muss. Deshalb ist gegenüber den hydraulischen Mindestanforderungen eine gewisse Sicherheit einzukalkulieren.