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Elektrische Widerstände und Spannungen


Der elektrische Widerstand einer Formation ist ein Parameter von außerordentlicher Bedeutung. Er ist zum Beispiel für die Ermittlung der Wassersättigung unerlässlich.

 

Der Widerstand eines Gesteins ist abhängig von der Leitfähigkeit des Mediums im Porenraum. Salzwasser z.B. fördert den Stromdurchfluss. Trockenes oder dichtes Gestein, ausgenommen einige Metallsulfiden und Graphit, hat einen hohen Widerstand. In der Praxis wird absolut trockenes Gestein in einer Bohrung selten angetroffen. Die Widerstände, die für die Öl- und Gasindustrie Bedeutung haben, bewegen sich im messbaren Bereich.

 

Der Widerstand einer Formation ist abhängig von:

 

  • dem Widerstand des Formationswassers,
  • dem Volumen dieses Wassers,
  • der Geometrie des zusammenhängenden Porenraumes.

 

 

Meßgröße

 

Der spezifische Widerstand einer Substanz ist der Widerstand, der zwischen zwei gegenüberliegenden Seiten eines "Einheitswürfels" dieser Substanz bei einer bestimmten Temperatur gemessen wird. In der Bohrlochmesstechnik wurde als Maß für die Länge die Einheit Meter (L) gewählt. Deshalb ist die Einheit des Widerstandes Ohm-Meter (ω m).

 

Die Leitfähigkeit ist der reziproke Wert des Widerstandes und wird in Siemens/Meter ausgedrückt. In der Messtechnik wird mit Milli-Siemens/Meter gerechnet. Widerstände für permeable Formationen fallen zwischen 0.2 und 1000 Ohmm. Höhere Werte werden nur in dichten Gesteinen gemessen.