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Hydrogeothermie


Als Hydrogeothermie wird die Nutzung des technischen Potenzials warmer bis heißer (> 40 °C) aus der Erdkruste gewinnbarer oder ausfließender Wässer für Wärmeversorgungsaufgaben oder zur Stromerzeugung bezeichnet.

 

Obwohl bei der hydrothermalen Energiegewinnung die Nutzungsdauer der Lagerstätte in der Regel wesentlich kürzer ist als die für die Regeneration erforderliche Zeit, wird auch sie zu den erneuerbaren Energien gezählt (die terrestrische Wärmestromdichte liegt bei

70 mW/m² gegenüber den Leistungsdichten der technische Wärmeentnahme von 200 bis 2500 mW/m²).

 

Nach Betriebszeiten von mehreren Jahrzehnten (50 - 100 Jahren) stellt sich an der Förderbohrung einer erschlossenen Lagerstätte ein langsamer Temperaturrückgang durch die ständige Rückführung von ausgekühltem Thermalwasser und dem Entzug von Wärme aus der Gesteinsmatrix ein.

 

Nach Beendigung des Wärmeentzugs wird sich der "abgebaute" Teil der Lagerstätte jedoch durch den natürlichen Wärmestrom im Verlauf von Jahrhunderten thermisch regenerieren.

 

Die wichtigsten Parameter bei der Bestimmung der Potenziale hydrothermaler Res­sourcen sind:

 

·       die Existenz von grundwasserleitenden Fest- oder Locker-

        gesteinen, die mit Wasser gefüllt sind und eine ausreichend

        große Wasserführung ermöglichen,

·       das Temperaturniveau

·       und die derzeit maximale Tiefe von ca. 3000 Metern.

 

Zur Zeit werden in Deutschland fünf Heizwerke unter Nutzung hydrothermaler Ressourcen mit einer Gesamtleitung von 23 MW betrieben. Die modernste Anlage steht in Neustadt-Glewe (Mecklenburg-Vorpommern). Dort werden mit einer Heizleistung von

10 MW über 15.000 Haushalte und gewerbliche Kunden versorgt.